Stephanusgemeinde Seershausen

Wir glauben für's Leben gern!



Schutzkonzept für Gottesdienste unter Corona-Bedingungen in der Ev.-Luth. Stephanusgemeinde Seershausen

Vorbemerkungen Dieses Schutzkonzept orientiert sich vordringlich an der „Handreichung für Gemeinden der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) zur Organisation von Gottesdiensten unter den Einschränkungen der Corona-Pandemie“, die von der Arbeitsgruppe Kirchenleitung und des Kollegiums der Superintendenten am 25.04.2020 veröffentlicht wurde.

Der Sinn dieses Schutzkonzept ist es, aus Nächstenliebe die gefährdeten Personengruppen, also die Älteren und die Menschen mit Vorerkrankungen, nicht in Gefahr zu bringen. Jesus spricht: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«. Dies ist das höchste und erste Gebot. Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«. Mt 22, 37-39

1. Nebeneinander von Gottesdienstformen, Gottesdienstzeiten und Orten im Pfarrbezirk Arpke/Seershausen

Um möglichst vielen Menschen den Zugang zu Gottesdiensten zu ermöglichen, wird es im Pfarrbezirk Arpke/Seershausen mehrere Angebote geben. Samstags um 15.30 Uhr wird in Arpke ein Gottesdienst in der Kirche gefeiert. Dieser wird aufgezeichnet und sonntags auf dem Youtube-Kanal der Apostelgemeinde veröffentlicht (https://www.youtube.com/channel/UCpffksQkgBfcbUKxF5fh_AA). In Seershausen wird am Sonntag um 10 Uhr ein Gottesdienst gefeiert – nach Möglichkeit draußen auf der Wiese neben der Kirche. Die Kirche in Arpke steht sonntags in der Zeit von 8-20 Uhr zum persönlichen Gebet offen.

2. Grundbedingungen zum Besuch der Kirche

2.1 Mindestabstand Im Bereich der kirchlichen Räumlichkeiten und auf dem Grundstück wird bei Personen, die nicht in einer Hausgemeinschaft leben, der Mindestabstand von 1,50 m eingehalten. Das beinhaltet auch, dass es zu keinen körperlichen Kontakten oder Berührungen kommt. Auf Kirchenkaffee und längeres Beieinandersein vor und nach dem Gottesdienst wird verzichtet.

2.2 Desinfektion der Hände Alle Besucher sind aufgefordert, sich vor dem Besuch des Gottesdienstes die Hände zu desinfizieren bzw. gründlich zu waschen. Die Möglichkeit der Desinfizierung der Hände bzw. die Möglichkeit des Händewaschens ist im Gemeindehaus gegeben.

2.3 Personen, bei denen offensichtlich eine akute Atemwegserkrankung und/oder grippeähnliche Symptome vorliegen, sind gebeten, zu Hause zu bleiben.

2.4 Auf Hygiene- und Abstands-Regeln wird durch Aushänge hingewiesen. Sie sind unbedingt einzuhalten.

2.5 Das Tragen eines Mundschutzes wird empfohlen.

2.6 Ausreichende Belüftung Es sollte vor und nach und (sofern möglich) auch während des Gottesdienstes für eine ausreichende Belüftung der Kirche gesorgt werden (Fenster und Türen offen).

2.7 Anmeldung / Registrierung Die Besucher der Gottesdienste sind gebeten, sich im Vorfeld der Gottesdienste bis Samstag 12:00 Uhr im Pfarramt (05175 93134) telefonisch oder per Email (jochen.roth@selk.de) anzumelden.

2.8 Es wird keine persönliche Begrüßung oder Verabschiedung an der Tür geben, um dort Warteschlangen und direkten Kontakt zu vermeiden.

2.9 Bevollmächtigte für die Einhaltung des Schutzkonzeptes Für jeden Gottesdienst stehen jeweils 1-2 Bevollmächtigte zur Verfügung, die helfen, das Schutzkonzept umzusetzen. Die Bevollmächtigten können Mitglieder des Kirchenvorstandes sein oder in Absprache mit ihm oder mit dem Pfarrer beauftragt werden.

3. Die Gestaltung der räumlichen Möglichkeiten

3.1 Aufnahmekapazität der Kirchen Die Kirche in Seershausen bietet acht Gottesdienstgästen Platz, um den empfohlenen Richtlinien zu entsprechen. Beim Feiern des Gottesdienstes auf der Wiese neben der Kirche in Seershausen, ist auf den Sicherheitsabstand zu achten.

3.2 Sicherheitsabstand Auf Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 m wird geachtet -durch vorher erfolgte Festlegung einer genauen Anzahl an Sitzplätzen -vorauslaufende Anmeldung zum Gottesdienst -Plätze sind durch Gottesdienstblätter am Platz markiert; eigene Gesangbücher können mitgebracht werden. -Die Kirche wird einzeln betreten (Familien und häusliche Gemeinschaften können gemeinsam eintreten). -Beim Verlassen der Kirche beginnt die linke Seite (Pianoseite) von hinten (Tür) nach vorne (Altar). Danach folgt die gegenüberliegende Seite in der gleichen Weise. -Rasenplatz in Seershausen: Der Gottesdienstort wird über den Eingang zwischen Gemeindehaus und Kirchweg betreten. Beim Verlassen des Gottesdienstortes beginnen die Sitzplätze, die sich am nächsten zum Ausgang befinden. Die dahinterliegenden Plätze verfahren in der selben Weise.

3.3 Mit unangemeldeten Gästen muss gerechnet werden.

3.4 Überzählige Besucher müssen ggfs. abgewiesen werden.

3.5 Es erfolgen Ansagen und Hinweise bzgl. Bewegungsabläufen im Gottesdienst.

4. Die Gestaltung des Gottesdienstes

4.1 Der Gottesdienst wird zeitlich komprimiert.

4.2 Auf gemeinschaftlichen Gesang der Gläubigen wird möglichst verzichtet

4.3 Der Posaunenchor kann unter Wahrung eines Mindestabstands von 2 Metern vor oder nach dem Gottesdienst im Freien blasen.

4.4 Kindergottesdienst kann leider (noch) nicht angeboten werden.

4.5 Bei einer Feier der Gemeinsamen Beichte erfolgt diese ohne Handauflegung.

5. Die Feier des Abendmahls

5.1 Wenn Abendmahl gefeiert wird, schließt sich die Feier an die Fürbitte an.

5.2 Im Abendmahlsteil achtet der Liturg genau auf die Hygiene, desinfiziert sich selbst die Hände und trägt während der Abendmahlsfeier einen Mund-Nasen-Schutz. Die Abendmahlsliturgie wird gesprochen.

5.3 Die Austeilung des Abendmahls an die Gemeinde erfolgt nach der Weise der Wandelkommunion: Dazu treten die Gemeindeglieder einzeln nacheinander, in ausreichendem Abstand und in folgender Reihenfolge zum Altar: Es beginnt die linke Seite (Pianoseite) von vorne (Altar) nach hinten. Danach folgt die gegenüberliegende Seite in der gleichen Weise von vorne nach hinten.

5.4 Der Empfang des Abendmahls erfolgt auf die Weise der sogenannten Intinktio Auf dem Altar liegen die gesegneten Hostien auf einzelnen kleinen Tellern bereit, die zuvor vom Pfarrer mit einer Zange in den gesegneten Wein getaucht wurden. Es liegt auf jedem Teller immer nur eine Hostie bereit. Der Pastor reicht dem Kommunikanten den Teller mit der Hostie. Der Kommunikant nimmt sich die Hostie vom Teller. Der Pastor spricht dabei leise: „Christi Leib und Blut für dich gegeben.“ Auf den Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 m wird geachtet. Warum Intinktio? Diese praktizierte Form der Austeilung der Heiligen Gaben von Christi Leib und Blut wird Intinktio genannt. Sie ist gewiss nicht optimal. Aber gegenüber allen anderen Alternativen lässt sie sich wenigstens ansatzweise mit der Praxis Jesu und den wegen der Pandemie gesetzten Einschränkungen in Übereinstimmung bringen. Laut dem Zeugnis des Evangelisten Johannes tauchte Jesus auch beim letzten Abendmahl an einer Stelle das Brot in den Wein: „Jesus antwortete: Der ist’s, dem ich den Bissen eintauche und gebe.“(Joh 13,26)

6. Sonstiges

Über die Regelungen des Schutzkonzepts, das weiter entwickelt und den jeweils gegebenen, sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst werden kann, wird die Gemeinde informiert; die grundlegenden Sicherheitsstandards werden auch als Aushang und im Internet veröffentlicht.

Für den Kirchenvorstand,

Arpke, den 6.5.2020

Jochen Roth, Pfr.

Pfarrer Jochen Roth, M.A. Hauptstr. 34 31275 Lehrte-Arpke Telefon: 05175/93134 Mobil: 0171/7409434 Email: jochen.roth@selk.de

Stand: 08.05.2020